Baumscheibe bei Frost

Grünflächen-Ergrünung

Unserer Grünfläche sieht wild aus zur Zeit. Wild stehen die Stängel der Sonnenblumen abgeblüht auf ihr herum, wild liegen abgefallene und von den Vögeln leergefressene Samenstände auf der Erde. Wild tummeln sich daneben viele Blätter, die die nackte Erde bedecken. Gerne würde ich wissen, was die Passanten über diese Wildnis denken: “Chaos!”, “Ungepflegt!”, “Wird da noch gegärtnert?”. Fakt ist, beim naturnahen Gärtnern ist all das nicht zufällig oder durch mangelnde Pflege entstanden, sondern auf jeden Fall gewollt:

  • Blätter sind wichtig für die Bodenlebewesen, denn so wird die Erde vor Frost und vor dem Austrocknen geschützt
  • dem Boden werden seine Nährstoffe wieder zugeführt – das ist der Kreislauf der Natur
  • in den Blütenständen befinden sich vergessene Kerne, die für die Vögel als Futter wichtig sind
  • die Stängel der Pflanzen dienen unterschiedlichen Insekten als Überwinterungsquartier

Auch wenn dieser Zustand auf den ersten Blick ziemlich trostlos erscheint, lässt sich auf den zweiten doch schon erahnen, wie es in Kürze auf unserer Grünfläche aussehen wird. Die einjährigen Wiesenblumen habe sich selbst ausgesät und lassen sich auch durch frostige Nächte nicht beirren. Dazwischen sind an vielen Stellen Rosetten der Zweijährigen zu finden, die in diesem Jahr sicher blühen werden. Was noch nicht zu sehen ist, sind die Spitzen der Frühblüher, die ich im Herbst dazwischen eingesetzt hatte. Aber sie haben ja noch ein bisschen Zeit …

Bis zum Frühling ist es nicht mehr weit, die Vorfreude steigt!

Fröhlich vereint: alte Blätter und neue Wiesenblumen ...
... am Feuerdorn sind noch Beeren für die Vögel zu finden ...
... nur der Weißdorn hält Winterschlaf - nicht nur bei Nacht.

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